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Malteser Dinklage

Malteser rufen zum Nähen von Stoffmasken auf

Schnittmuster für Eigenbedarf, Malteser und Mitbürger

31.03.2020
Malteser rufen zum Nähen von Stoffmasken auf. Foto: Malteser Wildeshausen

Atemschutzmasken sind aktuell Mangelware. Dabei werden sie im Moment dringender gebraucht, denn je. Auch die Bürgerinnen und Bürger hätten gerne mehr davon für den Eigenbedarf zur Verfügung. Als Reaktion auf den bedrohlichen Engpass rufen die Malteser im Offizialatsbezirk Oldenburg die Mitglieder in ihren Ortsgliederungen aber auch alle hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger in und um Vechta zum Nähen von Stoffmasken auf. 
„Wir möchten der Bevölkerung die Gelegenheit geben, ihren eigenen Bedarf an Stoffmasken zu decken und uns Maltesern wenn möglich darüber hinaus Masken für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unserer Ortsgliederungen zu fertigen, die schon bald angefordert werden könnten, um den Rettungsdienst, die Krankenhäuser oder die behördlichen Einrichtungen zu unterstützen, “, erklärt Stephan Grabber, stellvertretender Geschäftsführer der Malteser im Offizialatsbezirk Oldenburg. „Für den Fall, dass sich die Situation zuspitzt, sollen uns die Masken als eiserne Reserve dienen“, so Grabber weiter. Die Masken werden von den Maltesern bei den Nähern abgeholt. Wenn der eigene Bedarf gedeckt sei, wolle man dazu übergehen, die Masken kostenlos an Bürgerinnen und Bürger abzugeben, die sich nicht selber versorgen können. Schnittmuster und Nähanleitung sind auf der Internetseite der Malteser im Offizialatsbezirk Oldenburg unter malteser-offizialatsbezirk.de/mundschutz zu finden. Auf Wunsch werden die Anleitungen auch per Post zugesendet (Anfragen montags bis freitags unter 04441 / 9250 0 oder per E-Mail unter ksc.oldenburg(at)malteser(dot)org). 

Die Malteser weisen eindringlich darauf hin, dass sich die selbstgenähten Masken in Wirkung und Effizienz deutlich von geprüften medizinischen Produkten unterscheiden. „Mundschutz ist nicht gleich Mundschutz“, erklärt Oliver Peters, Bereichsleiter Notfallvorsorge im Oldenburger Münsterland. Die Unterschiede seien groß. „Atemschutzmasken sind aus speziellem Material gefertigt. Sie sind mehrlagig, haben spezielle Filter und liegen mit etwas Abstand über Mund und Nase eng an den Wangen an. Nur diese speziellen Masken sind zertifiziert und schützen sowohl vor Ansteckung als auch vor einer Verbreitung der Viren. Sie werden in verschiedene Schutzklassen eingeteilt. Für medizinisches Personal im Umgang mit dem Coronavirus werden die Schutzklassen FFP2 oder FFP3 verwendet.“ Über den Nutzen von Stoffmasken gebe es keine wissenschaftlichen Aussagen, trotzdem sei ihre Verwendung im Alltag sinnvoll. „Solche Masken können unter Umständen dabei helfen, die Ausbreitung der Viren zu verlangsamen. Denn wer mit dem Virus infiziert ist und niest oder hustet, trägt sie so weniger weit in die Umgebung“, erläutert Peters. Wichtig: Trotz Atemschutzmaske gelten natürlich weiterhin die bekannten Hygieneregeln.

Der eigene Bestand an zertifizierten medizinischen Atemschutzmasken sei bei den Maltesern selbstverständlich den systemkritischen Diensten, z.B. dem Rettungsdienst und der Pflege, vorbehalten. „Hier den Bedarf zu decken, hat für uns oberste Priorität“, so Peters. Denn nach wie vor sind die Malteser natürlich in Rettungsdienst, Krankentransport und Pflege im Einsatz. Nun allerdings mit erhöhten Anforderungen zum Schutz der Patienten und der eigenen Mitarbeiter vor einer Ansteckung. Aktuell werden auch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus den Schnelleinsatzgruppen und Katastrophenschutzeinheiten der Ortsgruppen auf mögliche Einsätze zur Ergänzung des rettungsdienstlichen Personals vorbreitet.

Anwendung könnten die selbstgenähten Masken aber dennoch auch bei einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den eigenen Reihen finden. Zwar müssen entsprechend der Vorgaben und Richtlinien von Bund und Ländern momentan einige „Soziale Dienste“ auf telefonischen Kontakt umgestellt werden. Unverändert werden aber z.B. Kunden des Malteser Hausnotrufs und des Menüservices sicher versorgt. „Wenn der Hausnotruf ausgelöst wird, sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Stelle. Direkt am Telefon oder – falls nötig – persönlich, um beim Kunden nach dem Rechten zu sehen und zu helfen“, sagt Martin Bockhorst, Bereichsleiter Soziale Dienste und stellv. Bezirksgeschäftsführer.  Auch die Versorgung mit den Mahlzeiten ist durch Corona nicht beeinträchtigt. „Wir müssen zwar zwei Meter Mindestabstand halten, um das Virus nicht zu übertragen, aber wenn nötig, kommen wir auch nach wie vor in die Wohnung“, versichert Bockhorst.

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